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| Unfall oder Mord? |
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Daß
Brandon Lee einem Mordanschlag der chinesischen
Mafia zum Opfer gefallen ist, die angeblich schon
seinen 1973 ebenfalls unter mysteriösen Umständen
ums Leben gekommenen Vater für seine öffentliche
Zurschaustellung geheimer Kampfkünste aus
dem antiken China mit dem Tode bestrafte, kann
man getrost als Großstadtmärchen abtun.
Ebenso unglaubwürdig ist die Version, nach
der das tödliche Geschoß seinen Ursprung
in den mafiosen Mühlen der Filmindustrie
Hongkongs hat, für die zu arbeiten Lee bis
zuletzt weigerte. Spätere Laboruntersuchungen
ergaben vielmehr, daß Brandon Lee von dem
Fragment einer Pistolenkugelattrappe getroffen
wurde, die kurz zuvor für eine Großaufnahme
benötigt wurde. Dieses steckte offenbar unentdeckt
im Lauf verklemmt und wurde dann durch den Explosionsdruck
der Platzpatrone heraus- geschleudert.
Aufgrund seiner Materialbeschaffenheit und seiner
scharfen Kanten war die Wirkung des Projektils
auf kurze Distanz noch verheerender als die einer
echten Kugel selben Kalibers. Einen richtigen
Waffenexperten, der die Waffe vorher untersucht
hätte, gabe es ohnehin nicht. Der Prop-Master
des Films, Daniel Kuttner, hatte vorher keinerlei
Erfahrung mit Waffen, war aber am Set dafür
verantwortlich. Er kam aufgrund jener mangelenden
Erfahrung auch nicht auf die Idee, die Waffe vorher
zu untersuchen. Nach einer 700-stündigen
Untersuchung kam die Polizei zu dem Resultat,
daß Brandon Lees Tod ein Unfall war. Anklage
wurde nicht erhoben. Eine spätere Zivilklage
von Lees Mutter gegen die Carolco-Studios wurde
außergerichtlich beigelegt.
Der Fluch des Drachens?
Als Bruce Lee starb, wurden die wildesten Verschwörungstheorien
verbreitet. Unter anderem auch die, daß
angeblich ein Fluch auf der Familie lastet, so
daß alle männlichen Lee's jung sterben
würden.
All diese Theorien verwirrten Klein-Brandon. Seine
Mutter Linda beruhigte ihn und versicherte ihm,
diese ganzen Sachen seien unwahr und daß
er war nicht dazu bestimmt sei, jung zu sterben.
Auffällig ist, daß die Story in Bruce's
unvollendetem letzten Film "Game of Death"
davon handelt, daß ein Schauspieler umgebracht
werden soll, in dem in einer Filmwaffe die Platzpatronen
durch scharfe Geschosse ausgetauscht wurden. Im
Film kommt der Star mit dem Leben davon und macht
von nun an Jagd auf die Gangster.
Gerüchten zufolge soll Bruce Lee öfters
unter Alpträumen gelitten haben, deren Inhalt
es war, daß er von einem Phantom verfolgt
wurde und daß ihm dieses Phantom seinen
Sohn nehmen will. So ähnlich zu sehen im
Film "Dragon - Die Bruce Lee Story".
Brandon dachte öfters über die Unsicherheit
des Lebens nach, auch über den Tod. Seine
Worte waren: "Wenn meine Zeit gekommen ist,
dann ist sie gekommen." Er setzte sich mit
dem Thema auseinander, und hatte einen eigenartigen
Sinn für Humor: So kaufte er sich einen 1959er
Cadillac Leichenwagen, mit dem er gerne in Los
Angeles herumkurvte.
Es sind die Begleitumstände der beiden Tode,
die zum Nachdenken anregen, auch über einen
möglichen Fluch, der über beiden Männern
lastete. Denn wie schon sein Vater, soll auch
Brandon in seinen letzten Jahren unter Todesahnungen
gelitten haben.
War es einfach nur unglaubliches Pech und einige
Zufälle, die die beiden Tode verbindet? Oder
gab es diesen Fluch tatsächlich, der Vater
und Sohn just in dem Moment ereilte, als ihre
Hollywood-Karrieren gerade begannen? Wir werden
es nie erfahren... |
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