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Regisseur
Dwight H. Little inszenierte nach "Marked
for Death" (Steven Seagal) erneut einen Actionthriller.
Bereits im Film "Halloween 4: The Return
of Michael Myers" arbeitete Little mit Drehbuchautor
Alan McElroy zusammen. Produzent Robert Lawrence,
der sein Debüt als Filmemacher mit dem Streifen
"A Kiss before Dying" (Matt Dillon,
Sean Young) gab, war ursprünglich der Produktionsleiter
von United Artists, wo er solche Projekte wie
"Rain Man" und "Baby Boom"
auf die Leinwand brachte. Lawrence
entwickelte "Rapid Fire" speziell für
Brandon Lee, nachdem er "Legacy of Rage"
in Hong Kong sah. "Ich war sofort fasziniert
von ihm," sagt Lawrence. "Ich dachte,
er hat das Zeug zu einem richtigen Action-Star."
Regisseur Dwight H. Little war ebenso beeindruckt
von Lee. "Ich schaute mir eine Kassette von
Brandon aus 'Legacy of Rage' an. Ich dachte, die
Action und sein äußeres Erscheinungsbild
sind wahnsinnig aufregend," erinnert er sich.
"Ich hatte einige Zweifel, da ich ihn nie
in Englisch spielen sah - dann traf ich ihn und
es stellte sich heraus, daß er in Süd-Kalifornien
aufwuchs!" "Wir sahen Brandon
in erster Linie als einen Charakter an, nicht
als einen Kampfkünstler," sagt Lawrence.
"Wir hätten alles auf seine Kampfkunst-Fähigkeiten
konzentrieren können, aber wir wollten zu
allererst eine funktionierende Story erzählen."
Die Aufgabe diese Story zu entwickeln, wurde zu
einem kollaborierenden Prozess. Seitdem der Film
für Lee geschrieben wurde, war der Schauspieler
von Beginn an in das Projekt involviert. Eines
der Schlüssel-Elemente der Story, welches
er besonders zwingend fand, war Jake's Erinnerung
an seinen Vater, der vor seinen Augen getötet
wurde. "Jake
kämpft, um die Beziehung zu seinem Vater
in den Griff zu bekommen, etwas, das auch ich
persönlich schon oft durchmachen mußte",
sagt Lee. "Als Jake sich mit einem älteren
Polizisten verbündet, der ihn in vielen Sachen
an seinen Vater erinnert, entwickelt sich eine
Möglichkeit, an einigen Problemen zu arbeiten."
Ebenfalls ein Hauptdarsteller des Films ist Powers
Boothe ("Southern Comfort", "Extreme
Prejudice", "Sudden Death") als
Lt. Mace Ryan, der taffe Polizist aus Chicago,
welcher Jake nach Chicago bringt. Nick Mancuso
("Ticket to Heaven", "Heartbreakers",
"Under Siege") als Antonio Serrano,
der Heroin-König, der Jake versucht auszuschalten,
nachdem Jake einwilligte, gegen ihn auszusagen.
Raymond J. Barry ("Year of the Dragon",
"Born on the Fourth of July") als der
korrupte FBI-Mann, der Jake in Gefahr bringt.
Kate Hodge, der Star der Kult-Serie "She
Wolf of London", spielt Karla Withers, eine
Polizistin aus Chicago die eine Romanze mit Jake
beginnt. Und der altgediente Stage-Actor Tzi Ma
ist "Rapid Fire"'s ultimativer Schuft
Kinman Tau, der Golden-Triangle Drogen-König,
welcher das Morden als simples und nötiges
Werkzeug seinen Handels betrachtet.
Die Story von "Rapid Fire" beginnt dort
wo auch der fiktive Heroin-Handel erfolgt: In
Thailand, wo Serrano's Heroin-Imperium organisiert
ist. Danach geht es nach Los Angeles, wo Jake
involviert wird, und zum Schluß nach Chicago,
wo Jake's Leben in absoluter Gefahr ist.
Anstatt zu versuchen, Thailand und Chicago zu
reproduzieren, entschlossen sich die Filmemacher,
an den wirklichen Orten zu drehen, außer
bei der Flashback-Szene am Tienanmen Square. Diese
wurde von einer Nachrichtenaufnahme des historischen
Ereignisses neu erstellt.
Die fünf wichtigen Kampfszenen benötigten
eine sorgfältige Vorbereitung und Planung.
Die Choreografie wurde aus der Zusammenarbeit
zwischen Alan McElroy, Stunt-Koordinator Jeff
Imada und Brandon Lee entwickelt. Imada und Lee
arbeiteten zusammen seit dem Beginn ihrer Freundschaft
an der berühmten Inosanto-Akademie der Kampfkünste
in Marina Del Ray, Kalifornien. Jeff war fünfzehn
Jahre alt, Brandon war zehn.
"Du betrachtest was deine Gegner für
Kampfstile einsetzen können", erklärt
Lee, betont dabei, "daß es keinen Sinn
machen würde, wenn ein italienischer Mafiosi
plötzlich Spin-Kicks vollführen würde.
Aber die FBI-Jungs hatten Hand-zu-Hand-Training,
so können wir rechtfertigen, sie in eine
klassische Kampfposition zu bringen. Und wir können
annehmen, daß die Asiaten in der Wäscherei-Szene
eine Menge Martial-Arts-Training hatten."
"Wir wollen gerne einige Gags mit hineinbringen,
die etwas unterschiedlich sind, mit ein wenig
Humor", sagt Imada. Einer dieser Gags war
ein Tribut einer berühmten Filmszene von
Brandon's Vater Bruce Lee. Die Szene wurde konstruiert,
erklärt Imada, "um Jake in die Mitte
des Bildes zu positionieren und Körper fliegen
rein und raus, mit keinem wirklichen Hinweis,
was außerhalb des Bildes passiert."
Diese Szene ist ein Teil der kompliziertesten
Kampfsequenz des gesamten Films, welche Innen-
und Außenaufnahmen beinhaltete, Filmkulissen
in zwei verschiedenen Städten, dutzende von
Stuntmen, mit dutzenden von Waffen wird gefeuert,
und die Zerstörung des Restaurants von Mafia-Boss
Serrano. An einem Punkt in McElroy's Drehbuch,
entkommt Jake einem Gauner indem er einen Mast
unterhalb des Balkons des Restaurants herauskickte.
Bei einem Ausflug nach Chicago, welcher dazu diente
nach neuen Locations Ausschau zu halten, entdeckte
Dwight H. Little ein Restaurant, das exakt McElroy's
Vorgaben entsprach. Die Restaurant-Szene spielt
sich im Chicagoer Teil der Story ab, aber da die
Filmemacher die aktuelle Location nicht zerstören
konnten, baute Producion-Designer Ron Foreman
ein Duplikat des Innenraumes in Kalifornien's
Valencia Studios, mit nur einem Unterschied: Der
14' mal 14' Balkon wurde auseinandergenommen und
mit Scharnieren wieder zusammengesetzt, so daß
er aufs Stichwort auf dem Höhepunkt der Action.
Um
die finalen Handgriffe am Innenraum des Restaurants
und der folgenden Schießerei durchzuführen,
benötigte Special-Effects-Mann Joe Mercurio
vier Tage um 650 pyrotechnische Zündladungen
in den Wänden und Fenstern zu verdrahten,
und auch die Flaschen an der Bar. "Wir hatten
56 Waffen, die alle bei dem kalifornischen Angriffs
Waffen Code unter die "Do not have"-Kategorie
fielen", erklärt Requisiten-Meister
Kent Johnson. Seine eigene Waffen-Liste - sechs
Seiten lang - beinhaltete Johnson's Favorit, die
'Twin 30's', zwei Luftkraft-konfigurierte 30-Kaliber
Maschinengewehre wurden zusammen mit einer 24-Volt-Batterie
betrieben, so daß der Schauspieler nur einmal
den Schalter betätigen mußte, um die
2500 Umdrehungen pro Minute zu aktivieren.
Die finale Kampfsequenz bei "Rapid Fire"
verlangte nach einem hohen kommerziellen Gebäude,
von wo aus man ein paar U-Bahn-Schienen sehen
konnte und dieses Set wurde an der U-Bahn-Station
in der Nähe von Randolph und Wells, in der
Chicagoer Schleife, gefunden. Zuerst verfolgte
Lee Schauspieler Tzi Ma über das Dach des
Gebäudes, um dann, nach einem 20-Fuß-Sprung
über die Schienen zur U-Bahn-Station. Während
des Kampfes auf den Schienen, wollte Dwight H.
Little einen fahrenden Zug in die Szene bringen,
welcher eine elektrisch heißes "Drittes
Gleis" benötigte, die aktiviert sein
mußte während die Schauspieler gefährlich
nahe daran kämpften. Die einzige Sicherheits-Vorrichtung,
die Dick Wood installieren konnte war ein Summer,
der sofort einen Arzt alarmieren sollte, falls
ein Schauspieler die Gleise berührt.
Der Kampf auf den U-Bahn-Schienen unterschied
sich vo anderen Kämpfen, sagt Ma, "weil
sich mein Charakter was Kraft und Schnelligkeit
betrifft, nicht mit Jake messen kann. Also muß
er versuchen schlauer zu sein. Normalerweise sind
Jake's Gegner jünger, schneller, kräftiger,
aber in diesem bestimmten Kampf entschieden wir
uns, strategisch zu fighten."
Diese Wertlegung auf die Komplexität des
gewaltsamen Konflikts leiht Vertrauenswürdigkeit
zu einer Geschichte die, sagt Lawrence, "eine
Art Klassiker ist: 'Mann gerät in Konflikte
mit Kräften, die außerhalb seiner Kontrolle
liegen und versucht einfach, zu überleben.'
Auch wenn es ein hartgesottener Action-Film ist,
das Thema ist wie sich Jemand vom isolierten Einzelgänger
zu Jemandem entwickelt, der sich schließlich
der menschlichen Gesellschaft anschließt." |
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