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Hintergrund
"The Crow" entstand als dreiteiliger Underground-Comic, inspiriert durch Erfahrungen aus dem Leben des Autors James O’Barr und wurde ein Kultklassiker bei den Fans des Underground-Comics.

Darauf wurde auch Hollywood-Produzent Ed Pressman aufmerksam. "Zwei Arten von Kinofilmen haben mich immer interessiert: Einerseits realitätsbezogene Filme wie 'Wall Street' und andererseits Fantasy-Filme. 'The Crow' entführt in eine visionäre, unbekannte, nie erlebte Welt. Genau dies sollte ein Film tun."

Die düstere Stimmung, der Stil des Comics und die Kombination mit der Lieblingsmusik des Autors, Industrial Rock von Ian Curtis und "The Cure", verlangten nach einem Regisseur voller Kreativität, um Sound, Licht und Design genial umzusetzen. Produzent Ed Pressman fand diese Kreativität in dem australischen Musikvideo- und Werbefilmregisseur Alex Proyas. "Seine Weise, die Dinge zu betrachten, ist einzigartig", sagt Pressman.

Alex Proyas: "Mir gefiel die verschwörerische Stimmung des Comics. Dies wollte ich auch im Film zeigen. Jeder Beteiligte an diesem Film war davon beseelt. Die Umsetzung wollten wir mit Regie, Licht und besonders Farben erreichen, um den düsteren Ausdruck und den speziellen Look des Films zu unterstreichen."
"Man versucht, die Integrität und Vision des Comics zu erhalten...", so der künstlerische Leiter Simon Murton. "...und das noch weiter zu treiben. Vom rein Physischen her wirkt das, was im Comic steht nicht unbedingt als Action im Film."

James O'Barr: "Eric lernt allmählich, warum er zurückkommt, was seine Mission ist. Im Comic weiß er von der ersten Seite an genau, warum er da ist. Ich entwarf das Buch in Storyboards. Ich wollte immer, dass es schwarzweiß ist und die Rückblenden in Technicolor. Alex Proyas macht eigentlich ziemlich genau das. Er benutzt Filter und optische Spezialeffekte, um die Farbe herauszuwaschen und den Film düster zu halten. Die Rückblenden sind dann in Technicolor, in leuchtenden Rot- und Gelbtönen."

Die Wurzeln zu "The Crow" liegen in der Punk-Bewegung der 70er Jahre. Die Ausleuchtung des Films soll dies unterstützen. Die Grün- und Blautöne wurden weitestgehend entfernt und die Farbpalette kontrolliert. Der Regen und Dampf halfen dabei, da sie die wenige Farbe auslaugen. Es wurden durch die Bank alle kalten Farben zensiert, blau, grün. Man wollte eine monochromatische Rotton-Palette schaffen. Rot ist hier die Farbe der Rache. Immer, wenn die Bösen im Bild sind, kommt das rote Element zum Vorschein.

"Eric, 'The Crow', ist ein Jedermann…", so Produzent Jeff Most: "Das sollte er auch sein. Einer, der im Leben eher gewöhnlich war, aber ungewöhnlich wird, als er von den Toten auferstehen und es wieder gutmachen darf. Um den Mord an sich und seiner Verlobten Shelly zu rächen.

"Ich finde, was er tut, ist unglaublich romantisch, aber ein Held ist er für mich nicht", sagt James O'Barr.

Ernie Hudson (Sergeant Albrecht): "Das Körperliche war nicht schwer. Das Laufen und Schießen und all das war wohl der leichtere Teil. Also, Action macht eigentlich immer Spaß. Das erinnert mich daran, wie ich als Kind Cowboy spielte. Aber versuchen zu finden, wo diese Person steht was seine Entwicklung als Mensch betrifft, das zeigen zu können und einen Teil von mir zu finden, der dem ähnlich ist. Das war die echte Aufgabe. Wenn ich das schaffe, dann habe ich meinen Job getan und es funktioniert."

Die künstlerische Umsetzung gelang. Jetzt fehlte nur noch der Hauptdarsteller. Er musste Stimmung und Stil des Films personifizieren. Brandon Lee wurde ausgewählt, um den Charakter des Hauptdarstellers zu verkörpern. O'Barr beschreibt ihn als einen bizarren "Harlekin-Rocker", der glaubt, wenn es um Liebe geht, gibt es keine Grenzen zwischen Gut und Böse.

"Es ist eine wundervolle Rolle, eine Herausforderung, bei der man Risiken eingehen muss", sagt Brandon Lee. "Seine Mission ist es, den Mörder zu finden, der ihn und seine Verlobte umgebracht hat."

"Die Erlösung, die ihm versprochen wurde, ist die Vereinigung mit seiner geliebten Shelly in einer besseren Welt, wenn er das vollbringt, weswegen er zurückgeschickt wurde. Das Faszinierende an Erics Mission ist ihre Aufrichtigkeit. Er kam zurück, um Gerechtigkeit zu finden für sich und seine Verlobte und dadurch auch für alle Opfer, denen nie Gerechtigkeit widerfuhr. Die Krähe ist seine innere Stimme. Sie führt ihn zu den Orten, an denen er seine Mission erfüllen muß. Dabei stellt er eigene Regeln auf. Solange er aufrichtig ist, wird die Mission gelingen."

"Vielleicht ist Eric ein Teil von Albrecht", sagt Ernie Hudson. "Nicht wie Vater-Sohn, aber für ihn ist da eine Verbindung. Ich glaube, er kennt die Figur. Er kennt sie. Man fühlt einfach, dass er diese Person kennt. Seit der Zeit, als der Vorfall geschah, war das immer da. Dieses Treffen, das Mitteilen, ist prädestiniert. Er blieb bei dem Mädchen, bis sie starb, 30 Stunden lang. Das sagt viel aus."

"Die Atmosphäre beim Drehen war etwas Besonderes", so Produzent Ed Pressman. "Es passiert selten, daß Filminhalt und Crew so gut zusammenpassen. Die Energie und Entschlossenheit waren spürbar und einzigartig."

Dennoch verlangten die anstrengenden nächtlichen Dreharbeiten nach und nach ihren Tribut. Die Crew arbeitete an jedem Tag bis zu 14 Stunden am Set. Man war müde und ausgelaugt. Doch der Film musste bis Anfang April im Kasten sein und das Budget war an der Grenze angelangt.

Und dann, kurz vor Abschluss der Dreharbeiten, passierte das Unvorstellbare: Brandon Lee starb durch einen tragischen Unfall. Ed Pressman: "Es war entsetzlich, als der Unfall passierte. Die Aufnahmen waren im Kasten. Brandon war so stolz darauf... und aufgeregt."

Brandon Lee hatte seit Drehbeginn am 1. Februar, der gleichzeitig sein Geburtstag war den er am Set feierte, eine schauspielerische Meisterleistung vollbracht. Ihm war der Stress der Dreharbeiten kaum anzumerken. Obwohl Brandon aus dem Martial-Arts-Bereich stammte, brachten ihm die Kampfeinlagen im Gegensatz zum reinen darstellen nur wenig Spaß. Seinem Freund und Stunt-Koordinator Jeff Imada verriet er nach dem Dreh einer Kampfszene: "Wann ist denn dieser Martial-Arts-Mist endlich vorbei, ich will wieder schauspielern!"

Nach Lees Tod standen die Produzenten des Films vor einer schweren Aufgabe. Sollte man das aufwendige Filmprojekt beenden oder ohne den Hauptdarsteller weitermachen? Brandon hatte zu dem Zeitpunkt noch drei Drehtage vor sich gehabt, und die Produktionsfirma hatte bereits 15 Millionen Dollar in das Projekt investiert. Laut der ersten Berechnungen hätte man 8 weitere Millionen für die zur Vollendung notwendigen Computereffekte benötigt. Das waren aber längst nicht alle Probleme: Sofia Shinas, die Eric Dravens ermordete Verlobte Shelly verkörperte, war wegen eines Nervenzusammenbruchs nicht verfügbar, und der Funboy-Darsteller Michael Massee hatte sich, von Schuldgefühlen zerfressen, ins Nirgendwo verkrochen und war nicht mehr auffindbar.

Die Produktionsfirma war dennoch fest entschlossen, den Film trotz allem in die Kinos zu bringen, und man kontaktierte deshalb Regisseur Alex Proyas, der sich nach diesem Zwischenfall in seine australische Heimat zurückgezogen hatte. Ein paar Tage saß er samt einem überarbeiteten Drehbuch mit den Produzenten an einem Tisch. Zahlreiche halbfertige Einstellungen von Brandon Lee wurden neu montiert. In der ursprünglichen Version war die Liebesgeschichte zwischen Eric und Shelly viel intensiver gewesen, und diese Handlungslücke füllte man nun mit der Ausweitung der Nebenhandlung um Sergeant Albrecht und Sarah. Auch Sofia Shinas kehrte wieder zum Set zurück, aber nur deshalb, weil es im Vertrag stand. Bei der Premiere war sie nicht einmal anwesend.

Die fehlenden Szenen mit Brandon Lee wurden dann durch seinen Stuntman und Freund Chad Stahelski ersetzt. Alles andere entstand durch mühevolles Compositing am Computer, und Brandon Lee war somit für 98 Minuten wieder lebendig.

"Brandons Wärme hat den ganzen Film getragen", so Ernie Hudson. Ed Pressman fügt hinzu: "Dies hat uns dazu gebracht, den Film als eine Hinterlassenschaft von Brandon und seiner fantastischen schauspielerischen Leistung herauszubringen. Aber auch, um die Hingabe und das Talent von Alex Proyas und seine außergewöhnliche Kreativität zu würdigen, die alle Erwartungen übertraf."

Ernie Hudson fügt an: "Als ich den Film sah, wusste ich, dass es die richtige Entscheidung war, den Film fertig zu stellen. Unsere Arbeit ist unser Geschenk an das Publikum und 'The Crow' ist ein Geschenk von Brandon, es ist ein Tribut an ihn."



 
 
 
“Because we do not know when we will die, we get to think of life as an inexhaustible well and yet everything happens only a certain number of times, and a very small number, really. How many more times will you remember a certain afternoon of your childhood? An afternoon that is so deeply a part of your being that you can't even conceive of your life without it? Perhaps four or five times more. Perhaps not even that. How many more times will you watch the full moon rise? Perhaps twenty. And yet it all seems limitless.”
Brandon Lee

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